Bernd Strauch | Ergänztes und neu sortiertes Dialektwörterbuch
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Kurzinformation

Dialektgrenzen lassen sich nur schwer mit historischen Grenzen in Einklang bringen. Die moderne Dreiteilung des Landes Hessen in Nord-, Mittel- und Südhessen erscheint auf den ersten Blick praktisch, ist aber geschichtslos.

Den mittelhessischen Großdialekt kann man auch in 3 Dialekträume zerlegen: nördliche oberhessische Variante, süd­liches Oberhessisch, Nassauisch. Noch vor einem Jahrhundert reichte die alte Sprachlandschaft des Großdialektes in Oberhessen und Nassau bis zum Main, im Rodgau sogar darüber hinaus.

Kaum abzugrenzen ist das Nassauische vom südlichen Oberhessisch, weil der als Abgrenzungsmerkmal vorgesehene retroflexe r-Laut in Nassau mit unter­schiedlicher Intensität vor Ort auftritt. Dieser beim Zurückbiegen der Zungen­spitze entstehende Konsonant kommt auch in den Ortsdialekten westlich von Gießen vor, wo sein Verbreitungsgebiet im Lahn-Dill-Kreis südlich der Lahn an der alten Kreisgrenze endet.

In der Zeit des Wiederaufbaus und des beginnenden Wirtschaftswunders fand der mündlich überlieferte Dialekt keine Verwendung mehr als Muttersprache der Kinder auf dem Lande.

Vergleiche der gesprochenen Sprache fördern zu Tage, dass es Ähnlichkeiten bei den vokalischen Doppellauten in Mittelhessen mit niederdeutschen und oberdeutschen gibt, obwohl scheinbar kein direkter sprachgeschichtlicher Zu­sammenhang besteht.

Die sprachliche Vielfalt der Doppellaute im mittelhessischen Vokalsystem lässt sich niemals als regionale Entwicklung der heutigen deutschen Schriftsprache erklären.


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